
Baum, Wald und Wolke oder rot, grün, gelb? Was verbirgt sich hinter jenem hingehauchten Schleier, die Leinwand oder ein Horizont? Sind es Fragmente einer Erinnerung oder eskapistische Visionen vom unberührten Paradies?
Ganz im Geist der Romantik sind diese Arbeiten Stationen auf einer Wanderschaft – bei denen die Orte allerdings mehr Stimmungen sind als reale Räume. Es geht denn auch nicht primär um ein Abbild, sondern vielmehr um das Erzeugen von Atmosphäre, Dynamik und einem Gefühl. Und doch, landschaftliche Elemente binden diese Malerei an den realen Raum, wenn nicht immer klar sichtbar, dann doch spürbar. Wie wenn dem Bedürfnis des Auges oder des Orientierungssinnes noch etwas nachgekommen würde auf dem abenteuerlichen Weg einer improvisierenden Malerei Richtung Abstraktion.
Himmel und Erde oder Acrylfarbe auf Baumwolle? Es ist immer beides, ein ständiges Hin und Her, ein Pendeln zwischen den verschiedenen Arten wahrzunehmen, zwischen Erlebtem und Ersehntem, zwischen der flachen Leinwand und der Illusion des Raumes. Dieser kleine Zwischenbereich scheint mein malerisches Zuhause geworden zu sein, oder vielleicht hat er mich einfach noch nicht losgelassen – verständlich irgendwie, denn in der Ambivalenz liegt wohl ein ganz besonderer Reiz.
| Dezember 2010 | -> zu den Arbeiten |